Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin als Quelle von StartUps….Diesmal PaperC

 

PaperC-Gründer Hoffmann, Rieder, Fröhlich vor der HWR

PaperC-Gründer Hoffmann, Rieder, Fröhlich vor der HWR

Bei einem meiner zahlreichen Jobs – diesmal im Café unserer Hochschule – hatte ich gestern den ersten Kontakt zu einem der Gründer von PaperC. Ein großer Herr, jedoch noch nicht besonders alt. Habe ihn noch nie zuvor gesehen, aber hätte ihn für einen Studenten – wohl eher aber im Masterstudium – gehalten. Sein markantes Äußeres fiel mir stark auf. Lange Haare, ein Brillengestell ähnlich der derzeit modischen „Nerd“-Brille und ein Sacko mit Samtstoff. Ich war allerdings noch ahnungslos darüber, wen ich vor mir hatte.

Als ich dann nach meiner Schicht im Café in den Vorlesungssaal ging, stand er da. Von da an wusste ich schon, dass es in der nächsten Stunde interessant werden wird.

Mein gestriges Zusammentreffen und darauf folgendes Kennenlernen mit dem Mitgründer von PaperC – Martin Fröhlich – hat mich sofort dazu animiert, mehr über das Unternehmen erfahren zu wollen. Er stellte uns sein „Baby“ vor und redete offen über seine Unternehmung und dessen Entwicklung. Aber mich interessiert vielmehr, wie PaperC bei der Öffentlichkeit ankommt.

Ich kenne PaperC noch vom Beginn meines Studiums vor 2 Jahren. Damals erhielt ich eine Rundmail von der Hochschule, welche einen Link zu paperc.de enthielt. Ich habe mir die Website angesehen, aber damals war sie nicht besonders hilfreich gewesen. Jedenfalls nicht für mich, denn das Themengebiet der Bücher erstreckte sich hauptsächlich auf Informatik. Auch die Website an sich war nicht besonders ansprechend. Ich sah also keinen Nutzen darin.

Paperc.de habe ich mir schon seit Längerem – ich weiß schon nicht einmal mehr wie lange – nicht mehr angesehen. Und plötzlich tritt es doch wieder in mein Leben und hat sich anscheinend zu einer sehr brauchbaren Hilfe – vor allem im Studium – gemausert.

Mittlerweile arbeiten nicht nur weitaus mehr Verlage bei PaperC zusammen, sondern man kann noch viel mehr auf der Website machen. So kann man auch Buchstellen markieren oder farbig hinterlegen und abspeichern und dann auf diese später zurückgreifen. Überzeugt euch selbst!

Eigentlich stelle ich es mir wie im realen Leben vor. Ich gehe in eine Bibliothek und suche mir die Bücher raus, die ich benötige, aus denen ich dann die Seiten, die ich benötige kopiere. Auf den Kopien wiederum markiere ich mir dann wichtige Textstellen. Bei PaperC geht das alles online. Und man zahlt nur 10 Cent für jede Seite, die man sich runterläd. Eine Kopie kostet nicht viel mehr.

PaperC - die Idee

PaperC hat zwar seinen Sitz in Leipzig, aber da die drei Gründer Martin Fröhlich, Felix Hoffmann und Lukas Rieder haben in Berlin, wo alle drei zeitweilig mit Ausbildung, Studium und Arbeit zu tun hatten, zu ihrer Idee gefunden. Tatsächlich spielt auch unsere Hochschule dabei eine Rolle. Einer unserer Dozenten ist sogar mit drei Prozent Anteil an PaperC Investor des Unternehmens. Das macht das Unternehmen für mich umso interessanter. Denn, wenn sogar der Dozent in das Unternehmen investiert, dann sieht er wohl hohes Potential in der Unternehmung.

Das Gute an einem Blog ist, dass man nicht Marktanalysen betreiben und auch keine Bilanzen einsehen muss, um zu erfahren, wie eine Unternehmung bei der Zielgruppe ankommt.

Leider werden des Öfteren positive Bewertungen von Warentestern und Qualitätskontrolleuren dadurch verfälscht, dass sie mit den jeweiligen Unternehmen „zusammenarbeiten“ (Damit meine ich, dass Unternehmen für solche Institutionen spenden oder sogar darin investieren. Dies ist jedoch ein anderes Thema.) Dies tun die Unternehmen um ihr Image und den Marktwert zu steigern.

Ich bin daher eher ein Freund von persönlichen Umfragen. Mich interessiert, wie PaperC bei der Zielgruppe ankommt – Wie es bei EUCH ankommt, wie es EUCH in euren Studium und ob IHR Potential in der Unternehmung seht.

 

Quellen (wurden nachträglich hinzugefügt):

http://www.deutsche-startups.de/?p=9084

http://paperc.de/

http://www.deutsche-startups.de/2009/08/10/paperc-bringt-teure-fachbuecher-und-arme-studenten-zusammen/

http://www.gruenderszene.de/datenbank/unternehmen/paper-c

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9 Antworten zu “Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin als Quelle von StartUps….Diesmal PaperC

  1. Daniel 04/11/2010 um 21:33

    Ich finde die Idee hinter PaperC sehr lobenswert. Besonders als Wirtschaftsinformatiker ist die Seite echt eine große Hilfe.
    Finde es nur schade, dass die Website bisher kaum jemand kennt. Die Betreiber müssten sich vielleicht mehr auf Marketing und andere Fachbereiche konzentrieren, dann wäre die Bekanntheit größer.
    Insgesamt aber ne super Arbeit, wo man sich selber fragt, warum hatte nicht ich die Idee.

    • Sascha S. Pfordte 04/11/2010 um 22:20

      Was bringt dir Marketing, wenn du keinen Inhalt hast? Gutes Marketing plant den Erfolg mit ein. Sprich, wenn du mit deine Marketing jetzt kommunizierst, wie toll die Plattform ist und die User dann feststellen, dass dort nur wenig brauchbare – in der Breite gemeint – Literatur ist, dann hast du ertsmal einen enttäuschten Kunden und das kann das Geld von keiner Marketingmaßnahme wert sein.

      • feuerherz 05/11/2010 um 15:39

        Da liegst du gar nicht so falsch, Sascha.
        Du warst aber dabei gewesen, als Martin Fröhlich das Problem, was derzeit bei PaperC herrscht, erwähnte. Denn leider gibt es noch viele Verlage, welche noch nicht genug von PaperC überzeugt sind. Wenn aber PaperC immer mehr am Marketing arbeiten würde, würde es mehr an Bekanntheit erlangen und hätte den Verlagen gegenüber ein sehr viel größeres Argument, mit PaperC zusammen zu arbeiten.

    • warriorneo 08/11/2010 um 19:50

      Martin Fröhlich meinte ja auch in seinem Vortrag, dass die Seite vorerst mit Informatikbüchern gefüllt worden sei, da die Verlage, welche Informatikbücher vertreiben … sagen wir mal, nicht so konservativ denken. Mund zu Mund Propaganda ist zudem günstiger und effizienter. @ Daniel: gerade du, als Wirtschaftsinfo Student kannst ja PaperC dabei helfen bekannter zu werden. 😉

  2. Anika 05/11/2010 um 14:43

    PaperC ist in jedem Fall mal ein Beispiel dafür, dass Studenten tatsächlich durch eine gute Idee direkt ein Unternehmen gründen können! Ansonsten hört man so etwas doch immer nur, aber kann sich das selber so gar nciht vorstellen, aber diese 3 Männer kommen tatsächlich von unserer Hochschule und haben es geschafft mehr aus einer Idee zu machen! Ansonsten verwende ich PaperC bereits seit 2 Semestern sehr gerne für Hausarbeiten und Essays und man bemerkt wirklich, wie sich das Angebot von PaperC ausweitet! Mittlerweile bekommt man zu fast allen wirtschaftlichen Themen gute Artikel! Ich denke dennoch, dass PaperC noch in de Anfängen steckt und stimme Daniel zu, dass sie weiter ihre Themenvielfalt ausdehnen müssen um für mehr Menschen interessant zu werden. Ich bin in jedem Fall gespannt darauf, wie sich das Unternehmen in den nächsten Jahren noch entwickeln wird und ob ich vielleicht irgendwann einmal von jemandem auf PaperC angesprochen werde, der mit der HWR nichts zu tun hat!

  3. Alexander der Große 09/11/2010 um 16:32

    Der Knackpunkt liegt wirklich an der Auswahl der zur Verfügung stehenden Bücher bzw. Inhalte.
    Ich hatte mich mal vor 2 Jahren bei Paper C angemeldet und war damals enttäuscht. Damals habe ich keine brauchbaren Bücher gefunden und die Userbility (Benutzerfreundlichkeit) der Software war auch nicht überzeugend. Nach dem Anmelden habe ich diese Seite nie mehr besucht und hab mich über den langsamen Erfolg von Paper C gewundert, zumal Google books von der Auswahl der Bücher unschlagbar ist, sozusagen als Substitutionsprodukt.
    voebb24 gefällt mich auch sehr gut. Dort kann ich Bücher mit meinem Büchereiausweis online mieten und das Kostenlos! Sehr zu empfehlen. Den Link findet ihr am Ende des Kommentars…
    Nun nach 2 Jahre des Ignorierens von Paper C habe ich mich dort wieder angemeldet. Die Userbility wurde verbessert und mehr Bücher gefunden.

    Mein Fazit: Paper C ist eine nette Ergänzung zu Google Books und voebb24 für mich. Bücher online lesen ist jedoch nicht so mein Fall, aber für ein paar Seiten oder einen Buchüberblick geht das schon in Ordnung.

    Links:
    http://www.voebb24.de
    books.google.de

    Hier noch ein netter Beitrag zu Google Books:
    http://tinyurl.com/2u3mzwa

    Bis dann…
    Und vergesst nicht meine Artikel zu lesen!

    Schöne Grüße
    Alexander der Große

    • Alexander der Große 09/11/2010 um 16:37

      PS:
      Aber in bis zu 5 Jahren könnte Paper C ein sehr sehr gutes Tool für Abschlussarbeiten sein!
      Viel Erfolg Paper C

  4. Pingback: Der Unterschied zwischen den langweiligen BWLern und den Entrepreneuren « Berlin Internet-Startups

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