Private Online-Shoppingclubs – Eine Übersicht der Marktführer

Geschlossene Online-Shoppingclubs sind ein Boomthema seitdem im Jahr 2001 das französische Unternehmen, das auf den Namen vente-privee.com hört, online gegangen ist.

Erstaunlicherweise hat es fast sechs Jahre gedauert bis in Deutschland die ersten Copycatler aktiv wurden. Im Frühjahr 2007 startete BuyVip.com, im September 2007 ging der Berliner Klon Brands4Friends.de auf den Markt und es folgten viele weitere. Alleine in den USA haben über 20 der ‚Members Only E-Shops‘ den Markteintritt gewagt.

>> Viele Anbieter – ein Konzept

Die Online-Shoppingclubs basieren auf der Idee einer geschlossenen Community, in der man nur einkaufen kann, wenn man Mitglied wird. In zeit- und volumenbegrenzten Verkaufsaktionen warten auf die Kunden Markenprodukte aus den Bereichen Lifestyle und Fashion mit Rabatten von bis zu 70% unter dem empfohlenen Verkaufspreis des Herstellers.

>> Die Markführer im Vergleich

Der Pionier: Vente-privee.com

Vente-Privee.com ist der weltweite Marktführer der Online-Shopping-Clubs und erwirtschaftete im Jahr 2009 einen Umsatz von 680 Mio. Euro, davon alleine 42 Mio. Euro in Deutschland. Es wurden 2009 insgesamt rund 2500 Verkaufsaktionen durchgeführt. Der Club zählt 2010 bereits 11 Mio. Mitglieder. Gegründet wurde Vinte-Privee.com in Paris bereits 2001.

» Mehr Informationen zu Vente-Privee.com

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Der spanische Klon : BuyVip.com

Der Private-Sales-Club BuyVip.com wurde 2006 in Spanien von Gustavo Garcia Brusilovsky und Gerald Heydenreich gegründet und ging Anfang 2007 auch in Deutschland online. BuyVip.com expandierte in den letzten Jahren außerdem nach Italien, Österreich, Polen, Portugal und in die Niederlande. Die heute 6 Mio. Mitglieder bescherten dem Unternehmen einen Umsatz von 70 Mio. Euro im Jahr 2009.

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Der deutsche Klon: Brands4Friends.de

Marken zum Freundschaftspreis erhält man auch bei Deutschlands erfolgreichsten Online-Shopping-Club. Mit 4.5 Millionen registrierten Nutzern, 33.000 verkauften Artikeln täglich und einem Umsatz von rund 80 Millionen Euro 2009 ist B4F der Branchenprimus. Gegründet wurde B4F von Christian Heitmeyer, Constantin Bisanz, Nicolas Speeck und Mario Zimmermann in Berlin im September 2009. B4F expandierte im März 2010 nach Japan.

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» Die Marktführer im Test

Bei den zahlreichen Copycats, die der Markt inzwischen hergibt, ist es für die Nutzer schwer zwischen Angebot und Schnäppchenfalle zu unterscheiden.

Für unsere Leser haben die Entrepreneurial Warriors die drei führenden Private-Online-Shoppingclubs genauer unter die Lupe genommen und nach den folgenden Kriterien bewertet:

  • Service
  • Vollständigkeit des Internetauftritts
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Zahlungsmodalitäten

Was taugen die Online-Shoppingclubs wirklich?

Für die Auswertung unseres Tests bitte hier klicken.

Quellen:
http://www.gruenderszene.de/allgemein/nur-auf-einladung-eine-teil-ubersicht-der-weltweiten-shoppingclubs

http://www.bands4friends.de

http://www.buyvip.com

http://www.vente-privee.com

Bilder

Picture 1: Übersicht – Privat, Eigenerstellung

Picture 2: Member Only – http://psii-factor.yooco.de/uploads/s2/images/website/575506/image/members-only.gif

Picture 3,4,5: Screenshots der jeweiligen Webpages

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21 Antworten zu “Private Online-Shoppingclubs – Eine Übersicht der Marktführer

  1. Sascha S. Pfordte 09/11/2010 um 19:13

    Ich habe immer noch nicht verstanden, was nun das eigentlich „geniale“ an diesen Shopping-Clubs ist, bitte um Aufklärung.
    Damit beziehe ich mich nicht auf den Kundennutzen, der mit bis zu 70% Preisnachlass eindeutig ist – viel mehr meine ich die Funktionsweise des Geschäftsmodells. Wie werden diese 70% Preisdifferenz generiert?

    • Warrior_Rashid 12/11/2010 um 03:14

      Hallo Sascha,

      danke für dein Interesse an meinem Post.

      Mit den Preisnachlässen von bis zu 70% hast du die USP bereits richtig genannt.
      Wie diese generiert werden, ist genauso einfach zu beantworten:

      Die Shoppingclubs bieten nämlich Off-Season Produkte aus Restbeständen an.
      Mit diesen Produkten können die Hersteller nichts mehr anfangen und bieten sie deshalb den bislang nur stationären Mode-Outlets zu günstigen Preisen an. Das Onlinegeschäft revolutioniert auch in der Modebranche mal wieder alles: Durch den Wegfall der sonst benötigten Ladenfläche sparen die Shoppingclubs bares Geld.
      Teil des Geschäftsmodells ist weiterhin die ledigliche „Reservierung“ der Produkte bei den Herstellern. Dass heißt, die Shoppingclubs finanzieren die Produkte nicht vor. Erst wenn die Kunden online die Schnäppchen bestellt und bezahlt haben, werden die Waren beim Hersteller geordert. Anschließend werden die Pakete an den Endverbraucher ausgeliefert werden. Die Lagerkosten entfallen somit.
      Ich finde das Ertragsmodell geht auf. Wie ist es mit dir?

      Und da die Shoppingclubs in den größt möglichen Mengen die Produkte bestellen, liegen die Einkaufspreise ebenfalls weit unter den Preisen, die sonst die stationären Mode-Outlets bezahlen.

      Die klassischen Vertriebswege werden somit umgangen.

      Anzumerken ist jedoch, dass der amerikanische Shoppingclub Gilt seine Produkte neuerdings vorfinanzieren muss, denn die Hersteller genießen eine Lieferantenmacht, da es einfach zu viele Shoppingsclubs gibt, die die begehrten Produkte ebenfalls anbieten möchten.

      Dieses Szenario wird sich auch demnächst in Europa verbreiten. Frisches Kapital ist somit gefragt.

      Ich hoffe, deine Frage ist damit beantwortet.

      Besten Gruß,

      Warrior-Rashid

  2. The Shaman 09/11/2010 um 23:06

    Beim Lesen habe ich ein wenig darüber nachgedacht welches Shopping- Gefühl beispielsweise Brands 4 Friends beim Kunden erzeugt. Ich selber habe die Plattform getestet und ich muss sagen, das Gefühl der Exklusivität und die Versprechen der fetten Prozente, verleiten einen dazu die Preise vielleicht doch nicht so streng mit anderen Anbietern zu vergleichen. Nach dem Motto: Einmal im Club und ich kann allem blind vertrauen. Warum ist das eigentlich so? Sobald eine neue Idee auf dem Markt kommt, muss man einen riesen Aufwand betreiben, um zu checken wo der Haken an der Sache ist. Ich wär für einen Regelung, die dem Verbraucher versichert, dass der Anbieter kein Geld mit einer Abzocke verdient….

    Wir hatten gerade in dieser Woche, das Thema Ethik im Unternehmen. Wieso existert diese Gesetzesfreiheit im Allgemeinen, sodass der Verbraucher oft auf versteckte Kosten sitzen bleiben könnte?
    Es wird doch nicht so schwer sein auf ehrlicher Weise Geld zu verdienen.

    • Warrior_Rashid 21/11/2010 um 15:40

      Es ist sehr interessant zu sehen, wie du die Wirkung der Exklusivität beschreibst und gleichzeitig die versteckten Kosten versuchst kritisch zu hinterfragen.
      Ich bin der Meinung, dass die ,Exklusivität‘ an dieser Stelle noch einmal aufgegriffen werden sollte:

      In allen Private-Online-Shopping-Communities wird die Exklusivität durch den Punkt „Nur für Mitglieder“ erzeugt und durch Slogans wie „Marken zu Freundschaftspreisen“ verstärkt.

      Supermärkte wie Aldi verteilen wöchentlich Prospekte, in denen sie ihre Angebote der Woche den Verbrauchern schmackhaft machen. Kann man also von Exklusivität sprechen, wenn man einen Türsteher vor den Supermarkt stellt?

      Und was ist eigentlich so exklusiv und neu daran, qualitativ hochwertige und hochpreisige Markenartikel in Rabattaktionen zu verkaufen? SSV und WSV gibt es doch schon lange.

      Wie du richtig sagst Shaman, der moderne Konsument hinterfragt die Preise wohl kaum mehr und verlässt sich gutgläubig auf die Preisnachlässe der Shopping-Clubs.
      Nicht umsonst werden die Umsätze aller deutschen Private-Shopping-Communities für das Jahr 2010 auf rund 300 Millionen Euro geschätzt.

  3. Sascha S. Pfordte 10/11/2010 um 18:52

    Welche „verdeckten Kosten“ sprichst du an Shaman?

    Ich betrachte nun deinen Kommentar einmal aus unternehmerischer Perspektive und behaupte, dass ein solcher Gesetzesentwurf, wie du ihn vorschlägst, kontraproduktiv für die in Deutschland ohnehin schwierigen Gründungsbedingungen in Deutschland wäre.

    • The Shaman 12/11/2010 um 12:33

      Hey Sascha,

      Welche versteckte Koste? Die Frage wäre so als würde Philip Moris sagen: „Versteckte Kosten? Oh, sie meinen Ihre Gesundheit? Nein, nein, keine Sorge, das Rauchen unserer Zigaretten ist absolut nicht gesundheitsschädigend!“
      Ich erinnere daran, wie die Zigarettenindustrie damals, vielleicht 20 Jahre zurück, vorgegangen ist, und mit welcher Lobby sie ein bestimmtes Bild der Zigarette kreiert hat.
      Also bitte, etwas weniger Blauäugigkeit, und dem Gespenst vom freien Markt weniger glauben schenken 🙂
      Wer heute noch glaubt, man könnte nicht auf ehrlicher Weise Geld verdienen, der lebt in der Steinzeit, oder ist brainwashed.
      Die Politik verleiht sich gern ein ethisches Verdienstkreuz, leider arbeiten sie nur an der Fassade. Firmenchefs oder Manager leben in ihrem ethischen Raum und haben keine Möglichkeit aus eigenen Impulsen heraus neu Wege zu beschreiten, das ist Fakt. Folglich müssen Regeln aufgestellt werden.
      Wenn wir als kleine Bürger daran glauben, dass wir den Markt damit bremsen, dann hat jemand seine Hausarbeiten getan.
      Gegenfrage: „Für welche Gründer sind denn die Bedingungen schwer? Für die kleinen oder die großen?

  4. coffeeinabox 16/11/2010 um 19:26

    Schöner Artikel Rash!
    Bitte auch reinschauen bei http://www.coffeeinabox.wordpress.com 🙂

    Interessantes Business-Feld; mal schauen, wie die Umsätze in Zukunft increasen oder umgekehrt.

    Brands4Friens ist sicher eine DER Adressen, die man kennen sollte. Interessante Persönlichkeiten, die das Ding „rocken“. Vom Modell her zwar eine Kopie, aber sicher keine „billige“.

    Ist eigentlich eine steigende/ sinkende Tendenz der Mitgliederzahlen Neue Bundesländer/ Alte Bundesländer mit Unterschieden zu beobachten?

  5. Pingback: Ode auf die digitale Ökonomie « Berlin Internet-Startups

  6. khaledmsakny 26/11/2010 um 11:25

    Die Übersicht aller Shops die du erstellt hast ist sehr interessant.
    Ich kannte bis heute nicht alle Shops.
    Sind wirklich sehr viele copycats von den online Shopping Clubs schon da.
    Ein Wunder dass auch alle erfolgreich sind…

    • Warrior_Rashid 26/11/2010 um 22:30

      Mir ging es da genauso. Habe dann nach Umsatzzahlen aller Unternehmen gesucht und wollte die Websites miteinander vergleichen. Das Resultat war erstaunlich, denn einige Unternehmen wie zum Beispiel Catwalktocloset.com scheint nicht rentabel gewesen zu sein und die Website ist nicht mehr verfügbar. Wir merken uns also: Nicht alle Copycats sind erfolgreich. Die, wo jedoch starke und finanzkräftige VC’s dahinter stehen haben den Durchbruch geschafft.

      Gründerszene berichtete ja über die vielen verschiedenen Shoppingclubs, doch deren erstellte Grafik ist nicht mehr aktuell. Du kannst ja mal vergleichen und dann sehen wer so alles wieder vom Markt verschwunden ist.

      Hier der Link: http://www.stepmap.de/karte/private-shoppingclubs-in-europa-19954

      Lg

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  13. einladungscode 21/04/2011 um 21:01

    Bei den Preisen muss man doch vorher vergleichen; nicht immer es es wirklich so günstig wie es scheint. Vielleicht günstig gegenüber der UVP aber häufig gibt es auch im Laden die gleichen Preise. Noch mehr Clubs findet man auch im Readoz-blog. Viel Spaß beim Shoppen

  14. readoz 24/04/2011 um 13:53

    Die Übersicht ist echt interessant. Aber Platz 1 sollte bestsecret haben, der Club ist für micht einfach besser.

    • Warrior_Rashid 27/04/2011 um 21:09

      Hey Anna, habe mir eben deinen Test angeschaut. Der ist wirklich cool geworden. Postest du auch Gutscheincodes über readoz? Ich baue gerade einen Modeblog auf, vielleicht können wir uns in Artikeln verlinken?Melde dich mal.Gruß, Rashid

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