Und schon wieder geklaut!!

Wenn man genau hinschaut, merkt man, dass viele Geschäftsideen geklaut oder Imitiert sind. In Berlin haben wir einige StartUP´s mit Original Ideen, die aus den USA stammen. Als Beispiel  nenne ich „Luxusbabe“ und „StudiVZ“. Hier werde ich die Internet Plattform „StudiVZ“ unter die Lupe nehmen.

In Berlins bekannten Szenebezirk Prenzlauer Berg befindet sich der erfolgreichste „Internet Start Up“ des letzten Jahres. Dort befindet sich ein altes Fabrikgebäude, in dem nicht nur Tanzabende und Lesungen stattfinden sondern  sich auch ca. 50 zielstrebige Firmen befinden. „StudiVZ“ (Studentenbörse Studierverzeichnis) ist mit einer von diesen Firmen.

Die Entstehung von „StudiVZ“:

Im Oktober 2005 gründeten die beiden Studenten Dennis Bemmann und
Ehssan Dariani die erfolgreiche Studentenbörse „StudiVZ“. Daraufhin, ca. 6 Monate später, kam noch Michael Brehm hinzu.
Die 3 Studenten haben am 31.10.2005 „StudiVZ“ in das englische Handelsregister eingetragen und ernannten sich als Geschäftsführer. Das Unternehmen ist als Rechtsform ein Limited (Ltd.) mit dem Hauptsitz in Birmingham.

Die User-Zahl stieg nach einem Jahr bereits über 1 Million. Das sind rund 66% der in Deutschland eingeschriebenen Studenten. Bis zum heutigen Tage sind  mehr als zwei Millionen User bei „StudiVZ“ angemeldet.

Ungebrochener Wachstum der „ StudiVZ“:

„StudiVZ“ ist das größte soziale Netzwerk in Deutschland, das mit steigenden User-Zahlen von Studenten und Hochschulabsolventen genutzt wird. Das sind weit über 6 Mill. User seit dem 06.12.2009.

„StudiVZ“ hat zurzeit mehr als 15,7 Mill. User, mit eingerechnet sind ebenfalls die User von „MeinVZ“ und „SchülerVZ“. Wodurch sie das größte Netzwerk unter den deutschsprachigen „Social Network“ bilden.

Mit ca. € 2,5 Mill. Fremdkapital wurde „StudiVZ“ im Aufbau unterstützt. Darunter waren viele kleine Firmen die ihr Kapital investierten, darunter auch die Gründer von „Jamba“. Der größte Anteil, ca. € 2 Mill., kam vom Holtzbrink Verlag. Ab September 2006 folgte die Einführung in die europäischen Länder und in deren jeweiligen Sprachen, wie z.B. auf Französisch, Polnisch, Spanisch und Italienisch.

Für € 85 Mill. übernahm der Holtzbrinck Verlag am 02.01.2007 die gesamten Anteile von „StudiVZ“. Wobei bereits die Tochtergesellschaft Holtzbrinck – Ventures ca. 15% des Netzwerkes besaß.

Wie in den Medien berichtet wurde sei auch der Axel Springer – Verlag an dem erfolgreichen Netzwerk interessiert gewesen und war bereit ca. € 120 Mill. zu bieten.

Viele User machten sich Sorgen entsprechend des Umgangs und eventuelle Weiterreichung ihrer persönlichen Daten. Hier versicherte „StudiVZ“, dass die User-Daten, außer für das Netzwerk, nicht weiterverwendet werden.

„Facebook“ verklagt „studiVZ“:

Facebook hat StudiVZ beim Gericht verklagt und das amerikanische Sozialnetzwerk wirft dem deutschen Internet Startup das Kopieren von Aufmachung, Service und Funktionen vor.
Facebook ist blau, StudiVZ rot-  sonst ist alles gleich. Und hier berichtet Ehssan Dariani über die Gründung von StudiVZ.

Quellen:

http://k1rsch.de/2006/11/27/studivz-eine-zusammenfassung/
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,566904,00.html
http://blogbar.de/archiv/2008/07/19/facebook-verklagt-studivz/
http://www.wiwo.de/technik-wissen/studivz-will-schon-2009-in-die-schwarzen-zahlen-kommen-379554/
http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~EA1AE808198EB4AB39433826EC952C93D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2008/01/27/die-neue-strategie-von-studivz.aspx
http://blog.studivz.net/2010/12/07/erfolgreiches-geschaftsjahr-fur-vz-umsatzsteigerung-von-60-prozent-gegenuber-2009-rund-30-mio-euro-gesamtumsatz-im-2-halbjahr-2010-erstmals-profitabel/

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3 Antworten zu “Und schon wieder geklaut!!

  1. Alexander der Große 09/11/2010 um 17:19

    Hallo Kollege

    Tja…
    Die Copy Cat Mentalität ist auch ein nettes Instrument zur Ideengewinnung. Moralisch auch vertretbar, wenn der Kunde/User einen Mehrwert dadurch gewinnt. Sei es ein besseres Design, mehr Funktionen oder ein günstiger Preis.
    Aber einfach Copy & Paste und dabei nicht auf die Kundenbedürfnisse zu schauen, kann in der heutigen Zeit nicht mehr erfolgreich sein.
    Kopiere und Verbessere!
    Wenn dann noch die Qualität und die Innovaton stimmt kann man vorne mit mischen.

    Schöne Grüße
    Alexander der Große

  2. Sascha S. Pfordte 09/11/2010 um 19:22

    Einerseits muss man das Rad nicht immer neu erfinden, andererseits sollte der Schutz geistigen Eigentums weiterhin eine ernstzunehmende Rolle spielen.
    Der Konflikt zeigt jedoch wiedereinmal wie schwierig die Abgrenzung zwischen orginärer Schöpfung und Kopie gerade bei Softwareschöpfungen ist. Wo soll man eine Grenze ziehen?

  3. Pingback: Kann man über innovatives Geschäftsmodell bei Students4school reden? « Berlin Internet-Startups

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