Der schwangere Entrepreneur – Die Geburt des Unternehmens

Wusstet ihr, dass jeder Entrepreneur in seinem Leben irgendwann einmal schwanger wird? Das trifft auf Männer  genau wie auf Frauen zu! Denn vor dem beruflichen Erfolg steht die Idee und die Umsetzung. Der Gründer muss  sein Baby zur Welt bringen. Ein belustigender Vergleich für die aufgeschlossenen Gründer von heute und morgen und diejenigen, die erfahren möchten,  warum einige Gründer ihr  Baby auch wieder zur Adoption frei geben.

Die Reise auf die sich ein Entrepreneur begibt ähnelt der Geburt eines Kindes. Nach gut 9 Monaten bringt die Frau das Baby zur Welt, in einigen Fällen dauert es auch etwas länger, in anderen Fällen kommt das Kind schon früher zur Welt. Auf den unternehmerischen Kontext bezogen gilt das Erreichen des Break-Even-Points zwar als Ziel, doch vorab muss ein Unternehmer seine oder ihre Geschäftsidee als Kind zur Welt bringen und ein Unternehmen gründen.

Die Autorin feuerherz hat in ihrem Artikel „Was ist das Interessante an Entrepreneurship“ bereits einige Charakterzüge eines Gründers beschrieben.

Welche Hürden der Entrepreneur vor der Geburt seines Unternehmens jedoch bewältigen muss, zeigt meine folgende Gegenüberstellung:

>>Die Zeit vor der Schwangerschaft

Vor der Schwangerschaft stellen sich die Paare zahlreiche Fragen. Ist es wirklich die richtige Entscheidung gerade jetzt ein Kind in die Welt zu setzen? Wer unterstützt uns während der Schwangerschaft? Was wenn unser Kind mit einer angeborenen Krankheit zur Welt kommt? Ein Kind stellt eine große Verpflichtung dar.

Die Entscheidung sich selbständig zu machen, ist ebenfalls keine leichte. Am Anfang treten ständig neue Fragen auf und man wird nur so von Zweifeln überrollt. Die Angst, die richtige Entscheidung zu treffen sitz einem stets im Nacken. Warum eigentlich selbständig werden, wenn man sogar einen sicheren Arbeitsplatz besitzt? Was, wenn man die anfänglichen Kinderkrankheiten nicht kurieren kann?

Unternehmer finden jedoch für jedes Problem eine Lösung und müssen den ersten Schritt tun: Die Idee in die Praxis umsetzen. Wir sollten uns alle fragen: What’s the sense of walking if you don’t walk tall? What’s the sense of dreaming if you dream that small?

>>Die ersten Monate der Schwangerschaft

Freude kommt auf, wenn man verkünden kann, dass man schwanger ist. Familie und Freunde sind für einen da und versuchen einen mit spezieller Ernährung und durch viel Ruhe zu unterstützen.  Doch die Zeit kann auch sehr schmerzhaft sein und viele Frauen denken über einen Schwangerschaftsabbruch nach.

Nachdem der Gründer mit seinem Vorhaben gestartet ist, erwarten ihn aufregende erste Monate. Im nahen Umfeld wird versucht, Unterstützung heranzuziehen. Das Geschäftsmodell ändert sich vielleicht noch oder die USP wird weiter verbessert. Freunde und Familie stehen wenn möglich tatkräftig zur Seite.  Doch es ergeben sich immer wieder Hindernisse und als Unternehmer beginnt man seine Entscheidung anzuzweifeln. Etwa doch alles hinschmeißen?

Nein, nicht aufgeben. Erfolgreiche Gründer verstehen die auftretenden Probleme als Teil ihres Jobs als Entrepreneur. Beharrlichkeit zeichnet sie aus, nicht nur am Anfang auch während der später auftretenden Wehen.

>>Die Geburt

Nachdem das Kind gesund zur Welt gekommen ist beginnt die eigentliche Verpflichtung, denn das Baby muss groß gezogen werden. Die erste Zeit wird gewiss nicht einfach sein. Schlaflose Nächte, regelmäßige Besuche beim Arzt und viel Zeit um sich um das Baby zu kümmern, sind eine Grundvoraussetzung.

Für den Entrepreneur bleibt sein Unternehmen jedoch erst noch ein Baby, denn die Situation ist ähnlich. Vor dem Laufen kommt erst das Krabbeln. Als Gründer muss man nun weiterhin an neuen Ideen arbeiten, eventuell auch Berater zur Seite haben, die einen unterstützen. Gerade wenn man durch Kapitalgeber finanziert wird und die Pistole förmlich im Nacken spürt, gilt es als Prämisse, schnellst möglich schwarze Zahlen zu schreiben, damit es nicht zu einer Pleite wie bei Mybrands.de kommt. Doch wie unser Autor Alexander der Große in seinem Post „Sind VC Gesellschaften ein Fluch oder Segen?“ darstellt, werden die Gründer oft durch diese aus dem Unternehmen gedrängt. Auch Martin Fröhlich, Mitgründer von PaperC, berichtete in unserer Vorlesung, dass er in naher Zukunft seine Unternehmensanteile komplett abgeben wird und es zu einem Exit kommt.

Es ist sicher nicht die feine englische Art sein Baby nach einigen Jahren des Großziehens wieder zur Adoption frei zu geben, weshalb auch die Entscheidung von  Luxusbabe-Gründerin Maike Senger, das Übernahmeangebot in Höhe von 1.Mio. Euro abzulehnen, nachzuvollziehen ist.

>>Bierbauch? Nein! Der Entrepreneur Mann ist nur schwanger

Den schwangeren Mann gibt es also doch, wenn auch nur als Entrepreneur. Ganz gleich ob Frau oder Mann, jeder Gründer bringt irgendwann sein Baby zur Welt.

Wie lange die Phase des Erwachsenwerdens dauert, hängt gewiss auch von externen Umständen und einem fundierten Netzwerk ab. Fest steht jedoch, dass alle Entrepreneure  gewisse Eigenschaften teilen, die sie erfolgreich machen.

Was die Management Literatur zu diesem Thema sagt und ob die Frage „Who is an entrepreneur?“ immer noch “the wrong question is“ erwartet euch in meinem nächsten Post.

Quellen:
http://asso.nordnet.fr/adreg/gartner%20who%20is%20an%20entrepreneur.pdfhttps://entrepreneurialwarriors.wordpress.com/2010/12/09/was-ist-das-interessante-an-entrepreneurship/https://entrepreneurialwarriors.wordpress.com/2010/11/16/sind-venture-capitals-gesellschaften-fluch-oder-segen/

https://entrepreneurialwarriors.wordpress.com/2010/12/19/kopieren-geht-uber-studieren-die-mybrandszalando-strategie/

http://www.luxusbabe.de/shop/index.php?cl=content&tpl=1074279e51960e9d9.15925953

https://entrepreneurialwarriors.wordpress.com/2011/01/04/anabolika-fur-start-ups-teil-1/

Bilder:
Picture 1: Business Man – http://www.shutterstock.com/pic.mhtml?id=3263051Picture 2: Baby Füße – http://www.merkur-online.de/bilder/2009/07/03/382375/317570036-kinder-baby.9.jpg

Picture3: Business Man Pregnant – Privat, Eigenerstellung

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Eine Antwort zu “Der schwangere Entrepreneur – Die Geburt des Unternehmens

  1. Pingback: What happens when Martin Fröhlich (PaperC) and Rashid Baydon (Blogger) have a coffee together? « Berlin Internet-Startups

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