Brille Fielmann – Das war gestern! Heute ist Brille Mister Spex

Ich behaupte mal, dass jeder das Augenoptiker Fachgeschäft Fielmann kennt. Günther Fielmann eröffnete im Herbst 1972 sein erstes augenoptisches Fachgeschäft in Cuxhaven. Mittlerweile verkauft Fielmann jede 2. deutsche Brille. Mit 644 Niederlassungen, 6,4 Millionen verkauften Brillen und einen Umsatz von 1,11 Milliarden € in 2009 wirkt Fielmann gigantisch. Aber was verspricht die Zukunft? Viele Geschäftsbereiche wandern in die digitale Welt. Und hier fängt die Geschichte von Mister Spex an …

Das Unternehmen

„Mit Brillen kennt sich niemand so gut aus wie Mister Spex, denn das ist unsere Leidenschaft.“ Kann man auf der Homepage von Mister Spex lesen. Doch wie ehrlich ist diese Aussage?

Fakt ist, das junge Berliner Unternehmen ist bereits der größte Online-Versandhändler in Deutschland. Über das Internet bietet Mister Spex eine umfangreiche Auswahl qualitativ hochwertiger Brillen und Kontaktlinsen zu günstigen Preisen an. Das Sortiment umfasst über 5.000 verschiedene Brillen, Sonnenbrillen und Skibrillen von mehr als 60 namhaften Marken und Designern. Von lässigen Sport-Labels wie Adidas, Carrera, Lacoste, Oakley und Ray-Ban bis zu Designer-Marken wie Burberry, Calvin Klein, Dolce&Gabbana, Gucci, Jil Sander, Prada, Roberto Cavalli, Tom Ford und Versace. Bei dieser Auswahl findet jeder die richtige Brille, der auch eine will.

Bei dieser großen Auswahl, hat man meist auch die Qual der Wahl. Hier will das Unternehmen den Kunden unterstützen. Auf der Homepage findet man Beratungsfunktionen, die einem helfen sollen, eine Wahl zu treffen. Wer lieber eine persönliche Beratung wie beim Optiker wünscht, findet auch hier eine Möglichkeit unter der kostenlosen Service Hotline das Augenoptiker Team einige Fragen zu stellen.

Das Wachstum

Das im Dezember 2007 gegründete Unternehmen zeigt ein steiles Wachstum auf. Der Umsatz kletterte von 0,5 Millionen € (2008) und 4,5 Millionen € (2009) auf um die 10 Millionen € (Prognose:2010). Monatlich besuchen über 320.000 Unique Visitors die Website. Und bei ca. 1300 zu versendende Pakete haben die mittlerweile 105 Mitarbeiter (60 sind fest angestellt) alle Hände voll zu tun.

Business Angles & Venture Capitals

So einen schönen Start wünschen sich so einige Start Ups. Aber ohne fremde Hilfe, wäre dies fast unmöglich. Schon sehr früh wird Lukasz Gadowski mit seiner VC Gesellschaft Team Europe Ventures mit ins Boot geholt. Wer die genauen Gesellschafterstrukturen kennenlernen will, schaut sich folgende Grafik genauer an.

Hierbei möchte ich euch auf einen interessanten Artikel über Venture Capitals von uns hinweisen: Sind Venture Capital Gesellschaften Fluch oder Segen?

Die Mission:

Folgende Ziele verfolgt Mister Spex ehrgeizig. Ob Sie die erreichen werden, können wir am Ende in den Kommentaren diskutieren…

Mit unseren Ideen möchten wir den Optikmarkt verändern und Bewegung in die Branche bringen, die bislang von wenigen großen Ladenketten beherrscht wird und oft durch hohe Margen sowie kundenunfreundliche Preise gekennzeichnet ist. Wer eine clevere Alternative zum Optiker um die Ecke sucht, ist bei uns genau richtig.

Corporate Social Responsibility – Mister Spex goes Green

Als Deutschlands größter Online-Händler für Markenbrillen versendet das Unternehmen derzeit täglich über 1.300 Pakete an seine Kunden. Um dabei gleichzeitig Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, leistet Mister Spex einen aktiven Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit und verschickt seine Pakete deutschlandweit CO2-neutral mit DHL GoGreen.

Im Rahmen des Klimaschutzprogramms GoGreen reduziert die DHL die Entstehung von CO2-Emissionen beim Pakettransport durch interne Maßnahmen, wie den Einsatz von speziellen Hybrid-, Biogas- oder Brennstoffzellenfahrzeugen. Darüber hinaus werden die noch bestehenden Emissionen nach einem normierten Verfahren ermittelt und durch die Förderung international anerkannter Klimaschutzprojekte wieder ausgeglichen. Dazu zählen beispielsweise ein Wasserkraftwerk in Brasilien oder ein Biomassekraftwerk in Indien, in welchem landwirtschaftliche Reststoffe mit niedrigem Brennwert wie Kokosnussschalen oder Maiskolben zur Erzeugung von Strom genutzt werden.

Fazit:

Selbstverständlich spielt Fielmann noch in einer ganz anderen Liga, aber Mister Spex hat das Potenzial eines Tages vielleicht in Augenhöhe mit zu spielen. Die anlaufende Expansion in andere Länder ist ein Grundstein in die richtige Richtung. Und bei dem Geschäftsmodell das Mister Spex verwirklicht, darf sich Fielmann schon mal warm anziehen und endlich einen Online Shop aufbauen.

Quellen:

Advertisements

2 Antworten zu “Brille Fielmann – Das war gestern! Heute ist Brille Mister Spex

  1. khaled_msakny 18/12/2010 um 19:50

    Hallo Kollege Alexander,

    nach Deinen Angaben hat Fielmann seinen ersten Laden im Jahr 1972 gegründet, demgegenüber ist das Unternehmen „Mister Spex“ erst 3 Jahre alt, wenn es im Jahr 2007 gegründet worden ist. Als erstes würde ich denken, dass Fielmann über eine breitere Erfahrung auf dem Brillenmarkt verfügt als „Mister Spex“. Was aber wahrscheinlich nicht der Fall ist. Wenn ich mir den Umsatzwachstum von dem Internetversandhändler anschaue, bemerke ich, dass der Umsatz in 2009 (4,5 Millionen €) 9 Mal größer geworden ist, im vergleich zu 2008 (0,5 Millionen €). Und wenn ich die Zahlen weiter vergleiche, in 2010 (10 Millionen €) wird der Umsatz 20 Mal größer erscheinen als im Jahr 2008. Dies sind sehr große Zahlen in 3 Jahren. Wie „Mister Spex“ in 30 Jahren aussehen wird kann ich nicht genau sagen, aber ich vermute, dass sie eine erfolgreiche Zukunft haben werden.

    Die Frage ist, wie kann ein junges Unternehmen so große Zahlen erreichen?
    Nach meiner Meinung, die Internetrevolution spielt eine große Rolle. Jeder kennt Fielmann und die Produkte die zur Auswahl stehen. Es ist auch für jeden bekannt, dass die Produkte in den Läden HÄUFIG teurer sind als im Internet. Dies gilt besonders bei den hochwertigen Produkten. Die neuen Generationen mögen es aus dem Internet Produkte zu erwerben. Es ist einfach modisch. Fast alles wird aus den Internetportalen gekauft. Die Leute suchen Umzugshelfer aus dem Internet. Kaufen aus dem Internet ein, bekommen ihren Einkauf und die Rechnung bis zur Haustür geliefert, meist kostenlos. Sie brauchen nicht mehr zu schleppen. Und vieles anderes. Heutzutage sind nicht nur Jugendliche die das machen, sondern auch immer mehr alte Leute nutzen das Internet um von zu Hause aus zu bestellen. Dies ist ein entscheidender Faktor für das schnelle Wachstum von „Mister Spex“. Ich finde es klasse, dass man zu Hause sitzt und alle die Modelle die man gerne anprobieren möchte bis nach Hause ausgeliefert bekommt. Unter dem Motto:“Hier lieber Kunde, wir haben Vertrauen an Sie und wir schicken Ihnen die Modelle zum auswählen“.

    Bei vielen anderen Läden, muss man den Mitarbeiter erst darum bitten die Säule mit den Brillenmodellen aufzuschließen, um irgendein Modell anzuschauen. Nach 4 – 5 Mal Anprobieren, ist der Mitarbeiter meist genervt und sein Verhalten gegenüber dem Kunden ändert sich. Bei „Mister Spex“ ist das einfach.
    Aber ob es so bleibt weiß keiner. Vielleicht am Anfang um Kunden zu binden? Vielleicht ist das aber auch die Unternehmenskultur? Aber das Fielmann auch einen Onlineshop aufbauen wird, denke ich nicht. Fielmann hat seinen Kundenstamm und versucht weitere Kunden durch neue TV-Werbung an sich zubinden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: