Kopf schlägt Bauch?

Im Januar findet die dritte EMF-Konferenz (veranstaltet vom EMF-Institut der HWR) statt. Das Thema diesmal ist „BWL vs. Bauch“. Dabei wird der Frage auf den Grund gegangen, ob der Kopf den Bauch schlägt, also ob Emotionen ein Erfolgsfaktor sind.

Einmal weg von den Gedanken von Faltin und Kopf schlägt Kapital.

Ich bin sehr gespannt auf die Präsentationen und Meinungen, welche bei der EMF-Konferenz vertreten werden, denn ich bin eher weniger der Mensch, der sein Unternehmen als zukünftige Gründerin, zusammenwürfeln will und sich dabei ein unpersönliches Niveau entwickeln könnte. Das ist der Ansatz, den ich vertrete.

Allerdings gehen die Unterknoten auch in andere Richtungen. Sollen wir den Faktor der emotionalen Intelligenz (EQ statt dem Intelligenzquotienten IQ) mehr Beachtung schenken? Das ist eine interessante Frage. Wobei wir wieder bei dem BWLer sind, der, wie ich bereits in meinen beiden letzten Artikeln behandelt habe, eine pragmatisch-denkende Person ist. So kann durchaus ein Konflikt im eigenen Körper entstehen. Der sachliche-denkende Kopf vs. dem emotionalen Bauch.

Woher nahmen die Gründer das Gespür für ihre Unternehmung bzw. das Gespür, dass die Unternehmung erfolgreich werden würde?

Beispiel IKEA. Der Markt war gesättigt, aber Ingvar Kamprad sah das Potenzial in dieser Unternehmung und dem dahinter stehenden Geschäftsmodell. Der Kopf sagte: „Gesättigter Markt, keine Nachfrage….“. Der Bauch aber sagte, dass die Umwelt zwar schlechte Markteintrittschancen beschere, aber dass die Unternehmung positiv ankommen werde.

Genauso auch Hans Wall, der sich durch eine Vielzahl an Mitbewerbern durchbeißen musste, der viel Geld aufbringen musste, um seine ersten Haltestellen und Modelle zu bauen und den seine Motivation oft verlassen hat. Aber er sah immer den Erfolg in genau seiner Unternehmung. Hätte ihn sein Bauchgefühl verlassen, dann hätte er mit großer Sicherheit die Unternehmung fallen gelassen.

Wenn es einen Weg zum Erfolg gibt, dann diesen: auf sein Inneres hören, das Bauchgefühl zuzulassen, eine Idee beharrlich zu verfolgen, den Mut zu haben, Bedenkenträger zu hören, aber nicht die Entscheidungsmacht übernehmen zu lassen. Nicht der vorgefertigte 10-Punkte-Plan führt zum Erfolg, sondern der eigene Weg, dazu Vertrauen in das individuelle Gespür, verbunden mit Ausdauer und durchaus mit Frustrationstoleranz. (Zitat von Hans Wall aus seinem Buch „Aus dem Jungen wird nie was…„)

Beim Gründen muss man unbedingt überzeugt von seiner Idee/seinem Geschäftsmodell sein. Leider verlangen die Banken, Investoren etc. Businesspläne. Beim Erarbeiten des Businessplans nimmt man die Unternehmung auseinander und kann dabei schnell den Punkt erreichen, an dem man die Unternehmung als nichtig ansieht. Und das ist genau der Punkt, an dem die Entscheidung getroffen wird, ob man sich dem BWLer-Kopf unterwirft und die Unternehmung an der Stelle scheitert oder ob man dem Bauchgefühl folgt und die Unternehmung trotzdem vollzieht.

Manchmal wäre es natürlich besser gewesen, etwas länger über eine Sache nachzudenken. Aber am Ende zählt eben auch die Geschwindigkeit. Lieber mit einer nicht ganz durchdachten, aber guten Idee Erster sein als Zweiter mit einem bis ins Letzte ausgeklügelten Konzept. Tempo zählt. Und der Mut, Tempo zu machen. (Zitat von Hans Wall aus seinem Buch „Aus dem Jungen wird nie was…“)

Quellenangaben:

http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article2416185/Bauchgefuehl-siegt-ueber-Berechnung.html

http://www.uni-graz.at/wsgwww_ho_ikea_kothgasser_uranues.pdf

http://images.buch.de/images-adb/2b/61/2b614481-c27f-42bf-9571-af0493b360c2.jpg

http://www.emf-berlin.org/veranstaltungen.html

Buch: Wall, H., „Aus dem Jungen wird nie was…“, Zitat 1: S. 14, Zitat 2: S. 15

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3 Antworten zu “Kopf schlägt Bauch?

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