Try to make the world better – betterplace.org

Zu Weihnachten erwacht in vielen Menschen das schlechte Gewissen. Viele entdecken die vielen Spendenaufrufe von Unicef & Co und da es die postive Weihnachtsstimmung hebt, wenn man Gutes tut, spendet der eine oder andere auch gerne mal etwas Geld oder übernimmt auch mal eine Patenschaft. Dazusage ich: „Besser einmalmal, als kein Mal!“

Nachhaltigkeit ist aus der Wirtschaft und in vielen Betrieben nicht mehr weg zu denken. So sollte es auch bei den sozialen Aktivitäten jedes Menschen sein, doch wie macht man das am Besten?

Mal an Ärzte ohne Grenzen etwas Geld  gespendet, mal an das Rote Kreuz einen Betrag überwiesen. Doch hilft das wirklich den vielen hungerden Menschen? Oft werden die Spenden von einem hohen Verwaltungsaufwand der Hilfsorganisationen aufgefressen, so das am Ende nicht einmal die Häfte bei den Betroffenen ankommt.

Einen anderen Ansatz versucht das Berliner Unternehmen gut.org gAG mit ihrer Internetplattform betterplace.org zu fahren. Diese ermöglicht es weltweit jedem Menschen für ein Hilfsprojekt Unterstützung zu finden – oder selbst ein Hilfsprojekt auszuwählen, das er unterstützen möchte.

100% wird weitergeleitet: Wir garantieren, dass 100% aller privaten Spenden ohne Abzüge unsererseits weitergegeben werden. Aus diesem Grund werden alle laufenden Kosten der Plattform betterplace.org aus dem Gewinn der betterplace Solutions GmbH, die es Unternehmen gegen Gebühr ermöglicht ihr soziales Engagement auf betterplace.org vorzustellen – sowie unseren Förderern finanziert.

Organisation & Governance

Die gut.org gAG wird von ihrem Vorstandsvorsitzenden Till Behnke geleitet. Sie ist durch Formwechsel aus der betterplace gemeinnützige Stiftungs-GmbH entstanden. Das Managementteam der gut.org gAG erarbeitet die Geschäftsstrategie und leitet das operative Tagesgeschäft. Der Aufsichtsrat der gAG berät das Management neben seinen gesetzlichen Aufgaben auch in Fragen der langfristigen strategischen Ausrichtung. Komplettiert wird die Organisationsstruktur durch Beiräte und Mitglieder des Unterstützerkreises. Sie unterstützen das Management durch konstruktiven Gedankenaustausch aus externer Perspektive.

Das Grundkapital der gut.org gAG wurde von den Gesellschaftern der betterplace gemeinnützige Stiftungs-GmbH eingebracht. Eine finanzielle Rendite der Anteile ist ebenso ausgeschlossen, wie ein Verkauf über dem Nominalwert der Aktie. Die Anteile an der gut.org gAG sind nicht frei handelbar.

Das Team

Zu den unterschiedlichen Mitarbeitern des Unternehmens findet ihr hier detailierte Informationen. Es wirkt auf den ersten Blick sehr jung und dynamisch.

Die Vorgeschichte

Nach einem Afrikaaufenthalt kam Till Behnke zurück nach Deutschland und verspührte mit seinem erworbenem KnowHow aus Theorie und Praxis etwas sinnvolleres anzustellen, als einem Großkonzern zu helfen noch größer zu werden. Mit der Anthropologin Line Hadjsberg entwickelte T. Behnke ein Konzept, die Vorteile des Internets zu nutzen und dabei das Leben bedürftigen Menschen weltweit zu verbessern.

Was zum Konzept noch fehlte? Ein motiviertes Mitgründer-Team: Philip Baier, Moritz Eckert, Georg Friedrich, Axel Kuzmik und Bodo Sieber stießen dazu und gemeinsam legte man los mit der konkreten Umsetzung von betterplace.org – einer globalen Internet-Plattform als Brücke zwischen Bedarf und neuen, unzähligen Möglichkeiten.

Die umfassende Vorgeschichte können Sie hier lesen.

Wie funktioniert betterplace.org genau?

Betterplace.org versorgt seine Besucher mit allen nötigen Informationen, die vertrauen wecken. Hier ist ein kleines Schaubild.

Umfangreiche Informationen finden Sie hier. Ein Besuch des Links lohnt sich.

Nutzen Sie auch den Link für:

Benutzerfreundlichkeit der Homepage

Meiner Meinung nach ist die Internetpräsenz von Betterplace.org sehr übersichtlich. Man wird nicht gleich mit hungernen Menschen geschockt, sondern mit einer klar strukturierten Internetseite verwöhnt. Sie ist zu dem sehr funktional aufgebaut.

Schnell landet man auf den Kategorien Hilfsprojekte und Spendenaktionen.

Was mir besonders gut gefällt, sind die Informationen der Hilfsprojekte. Hier findet man die unterschiedlichsten Projekte von Social Entrepreneuren. Diese reichen von der Energieversorgung von einem Krankenhaus in Nepal bis hin zur Skateboardschule in Kabul. Wenn man sich aus der Liste ein interessantes Projekt ausgesucht hat, erfährt man mehr…

In der Detailansicht der Projekte sieht man den Ort, Kategorie und den Finanierungsgrad der Prjekte. Es wird auch detailiert aufgelistet was dieses Projekt genau benötigt. Für die Verwirklichung der Stromversorgung des Krankenhauses in Nepal braucht der Projektmanager Solaranlagenregelungen, 5 Speicherbatterien, 8 Solarmodule und 4 Türen. Nun steht es dem Spender offen, für welche Teile er wie viel Geld spenden möchte. Ein höheres Maß an zielgerichtetem Spenden im Zeitalter des Web 2.0 ist mir noch nicht untergekommen. Zudem bietet die Plattform auch ein Bewertungstool für die Projekte.

Community

Mit der Zeit hat sich auf betterplace.org eine richtige Community entwickelt, die über ihre Erfahrungen und Vorlieben diskutieren. Zugang zu der Community findet ihr hier.

Fazit

betterplace.org gibt kritischen Spendern, die Möglichkeit mit gutem Gewissen zu Spenden. Die Übersichtlichkeit der Seite läd zum längerem Verweilen ein und hoffentlich auch zum Spenden auf. So kann jeder ein kleiner Social Entrepreneur werden, auch Sie.

Quellen:

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3 Antworten zu “Try to make the world better – betterplace.org

  1. Warrior_Rashid 03/01/2011 um 03:26

    Hallo Alex,

    betterplace.org in unserem Blog vorzustellen, ist eine klasse Idee gewesen.
    Gerade in Zeiten der Globalisierung, wo viele Unternehmer nur an ihre eigenen Gewinne denken und auf Kosten des deutschen Steuerzahlers sogar die Geburtstagsfeier von J. Ackermann finanziert wird, finde ich das Thema mehr als wichtig.

    In diesem Zusammenhang wäre es auch interessant zu erfahren, welche Unternehmen sich bereits um die Umwelt und benachteiligte Menschen sorgen. Vielleicht kannst du zu diesem Punkt noch etwas finden? Kooperiert betterplace.org mit anderen bekannten Unternehmen?

    Und was ist mit Kampagnen wie GO GREEN von der Deutschen Post? Hältst du es für sinnvoll, für Briefmarken oder die Versendung eines Briefes mehr zu zahlen, wenn doch dir nicht ganz klar ist, welcher Anteil denn nun genau von deinem gespendeten Betrag an die jeweilige Organisation geht?

    Bei der Aufschlüsselung der Kosten sollten es doch wirklich alle Unternehmen machen wie die Teekampagne auf ihrer Website 🙂 Ich bin mir sicher, dass dann gewiss mehr Menschen zu einer guten Tat bereit wären.

    Lg
    Warrior Rashid

  2. Alexander der Große 11/01/2011 um 02:41

    @ W. Rashid
    Ich denke es würde hier den Rahmen sprengen, alle Unternehmen aufzulisten, die sich um die Umwelt und benachteiligte Menschen kümmern…
    Auch wenn es immer mehr Unternehmen gibt, die ihre „grüne Seite“ Entdecken und CSR (http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Social_Responsibility) betreiben, darf man nicht geblendet sein. Es ist gut und wichtig, aber es wird oft nur für Marketing Zwecke ausgebeutet! Nicht zu vergessen die Steuerersparniss!
    Es gibt eine Religion, die sagt:
    „Spende nicht vor anderen Augen, sondern verdeckt“
    Und ich finde genau das ist nachhaltiges Spenden.

    Hier hab ich noch ein interessantes Unternehmen bezüglich dieses Thema gefunden:

    http://www.helpedia.de/

    Schau mal rein…

    Bezüglich GO Green finde ich es gut, dass es diese Option gibt, wenn die Überschüsse nicht die Taschen der Post AG füllen, sondern richtig verwendet werden.
    Besser finde ich die CO2 Ausgleichszahlung bei Flügen zum Beispiel, bei der in die Aufforstung investiert wird… Auch wenn es oft nur genuzt wird, um sein schlechtes Gewissen zu verbessern.
    Hier findest du Infos:
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,538707,00.html
    http://de.enviro.aero/CO2-Ausgleich.aspx
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,675059,00.html

  3. creativeladies 15/01/2011 um 20:43

    This is great! It’s great to see an example from a male founder. It is not just women who found ethical companies in order to try and make the world a better place! However it’s interesting that the co-founder is female. I’m yet to stumble across a totally male led innovative company who puts making the world a better place before profits. Then again as an author from Creative Ladies I have been focusing my search on women…

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