Teil 1: Was sagt das Orakel zur Zukunft der Shoppingclubs?

Wahrsager und Hellseher behaupteten bereits in vergangenen Jahrhunderten, zukünftige Ereignisse und Geschehnisse eindeutig vorhersagen zu können.  

Und auch heutzutage wird das Wahrsagen zunehmend praktiziert.  

Durch die Verschärfung der Wettbewerbsbedingungen wurde die Diskussion um die Online-Shoppingclubs in den letzten Monaten immer brisanter.

Um Klarheit zu schaffen, habe ich heute mal das Orakel befragt, was es zur Zukunft der Online-Shoppingclubs sagt.

>> Doch erst etwas zur Vergangenheit

Die Webszene hatte ja bereits in den letzten Monaten die Entwicklung der Shoppingclubs stark diskutiert. E-Commerce-Experte Jochen Kirsch, hatte sich in seinem Post bereits mit dem Thema auseinander gesetzt und Wachstumsziele beschrieben.  Hoch interessant ist jedoch der Beitrag „ClubSale Evolutionsphasen“ von Autor Alexander Graf auf Kassenzone.de.

Dieser prognostiziert mit seiner These, dass Shoppingclubs den Modehandel in Zukunft gänzlich auf den Kopf stellen werden und unterstützt sein Argument durch ein 8-Phasen-Modell, von dem ich die Phasen 2 bis 7 im Folgenden vorstelle:

  2. Phase: Sortimentsergänzung durch MiniMarken

 Aufgrund der Vielzahl von Shoppingclubs können diese die großen Marken nicht schnell genug für sich gewinnen und müssen zwangsläufig auf unbekanntere oder Newcomer Modelabels zurückgreifen. Somit wird der Hunger nach Lifestyleprodukten der Clubmitglieder vorerst gestillt.

  3. Phase: Ergänzungsproduktion

Da es sich um Overstock-Ware handelt, sind die meisten Produkte nicht vollzählig vorhanden und werden extra für den Shoppingclub nachproduziert. Somit kann dieser gewährleisten, dass die Artikel in allen Größen und Farben angeboten werden.

Die ersten drei Phasen wurden von den europäischen Marktführern sowie von dem amerikanischen Klon Gilt bereits umgesetzt und stellen gewiss keinen Geniestreich dar. Die weiteren Phasen sind jedoch für die Entwicklung der Shoppingcommunities entscheidend und werden nachstehend erläutert:

4. Phase: Eigene Offline/Online Sales Channel

Retouren und Rest-Restbestände werden über den stationären Handel oder ebenfalls online angeboten. Zalando mit seinem Zalando Online-Outlet-Bereich und dem offline X-Mas Sale in Berlin setzt auch die vierte Phase bereits gekonnt um.

5. Phase: Eigene Kollektionen

Das Orakel sagt, dass sich etwas ändern wird und hat damit recht. Denn bereits im Jahr 2010 wurden ca. 35-40% aller Markenwaren exklusiv für den Shoppingclub Gilt produziert. Dabei handelt es sich um Produkte, die es im Stationärhandel nicht gibt. Kein anderer Shoppingclub konnte bislang die Marken dazu bringen, für sich eigene ‚Club-Kollektionen‘ zu produzieren.

6. Phase: Eigenmarkenprodution

Das Hellsehen nimmt kein Ende und die Glaskugel offenbart uns ein Geheimnis: Die Shoppingclubs werden ihre eigenen Modemarken in ihren Clubs verkaufen! Da die Produkte in Zukunft ohnehin bei den Herstellern vorfinanziert werden müssen, können die Shoppingclubs einen Teil des Kapitals genauso gut nutzen und ihre eigenen Designer einstellen, die Entwürfe produzieren lassen und die Kollektionen an ihre Mitglieder veräußern. Wichtig ist dabei, ein ausgewogenes Verhältnis aus Fremd-und Eigenmarken anzubieten.

 7. Phase: Eigene Stores

Die eigenen Modemarken werden durch die zahlreichen Verkäufe immer populärer und werden zu etablierten Modelabels. Und das Orakel verrät uns, dass folglich eigene Ladengeschäfte entstehen werden, sogenannte Flagshipstores. Das Kundenvertrauen wurde im Vorfeld bereits gewonnen und die Shoppingclubs haben sich somit eine zweite Einnahmequelle geschaffen. Inwiefern man hier von einer Erweiterung des Ertragsmodells sprechen kann und welche immensen Auswirkungen diese haben kann, wird in meinem nächsten Artikel ausfürhlich erörtert.

>> Die Prophezeiung

Durch diese Metamorphose würden sich die Shoppingclubs als Partner der Marken zur direkten Konkurrenz wandeln. Durch den zusätzlich stationären Vertrieb der eigenen Marken wären die Shoppingcommunities sogar bi-channelig unterwegs. Interessanterweise kann man die Mischung von Fremd-und Eigenmarke längst seit Jahren branchenübergreifend bei Supermärkten ( Rewe mit der Billigmarke JA) erkennen. Tückisch ist hingegen der Aspekt, den nymag.com in ihrem Post ‚What’s a dress worth?‘ veröffentlich hat:

“Gilt doesn’t tell you, as a shopper, that it’s exclusive for us,‘“ admits one designer. “They want you to think it is part of the regular collection.”

Kann somit dem Unternehmen ein manipulativer Charakter nachgesagt werden?

Um dies zu prüfen, habe ich mich direkt an die Schnäppchenjäger von heute gewendet und eine qualitative Umfrage beim Zalando Offline-Sale in Berlin gestartet. Im Business-Dress, einem Presseschild am Sakko und bewaffnet mit genügend Umfragebögen habe ich 48 Personen zur Zukunft der Online-Shoppingclubs befragt.

Das Resultat erwartet euch in meinem nächsten Post. Gerne könnt ihr, liebe Leser/innen, auch unseren Newsfeed abonnieren um stets up-to-date zu sein.

Quellen:
siehe Teil 2 des Artikels
Bildquellen:
Picture 1 – Fortuneteller: Privat, EigenerstellungPicture 2 – Evolution: http://norbert-nikol.de/evolution-affe-pc.gif
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: