Anabolika für Start Ups – Teil 1

Selbstverständlich ist ein ausgereiftes Geschäftsmodell, ein perfektionierter Businessplan, aufwendige Prozessoptimierungen oder ein gut strukturiertes Wissensmanagement für die Gründung und das Wachstum eines Start Ups wichtig. Was aber am aller wichtigsten ist, kann man sich von keinem externen Unternehmensberater erkaufen. Ein möglichst gut funktionierendes Netzwerk! Lesen Sie jetzt warum ein Netzwerk so wichtig ist, wie es funktioniert, aufgebaut und organisiert wird.

Kontakte im Beruf werden immer wichtiger. Nicht selten sind es mehr die Beziehungen als die persönlichen Fähigkeiten, die einen im Beruf weiterbringen. So wie es der ein oder andere Politiker gerne macht, neben dem Staatsdienst noch in bis zu 5 Aufsichtsräten zu „arbeiten“ und das in börsennotierten Großunternehmen. Dank eines guten Netzwerkes! Und dies ist wahrscheinlich auch der Grund für seinen Posten oder glauben Sie, dass Politiker einen ernstzunehmenden Aufwand in so vielen Posten betreibt? Wer sich für das Gehalt und Positionen der Abgeordneten interessiert findet auf der Seite des Bundestages seit einigen Jahren Antworten. Das als kleiner Exkurs in die Demokratie unseres Landes. Widmen wir uns nun wieder unseren Chancen zu.

Was ist ein Netzwerk?

Ein Netzwerk bildet eine komplexe Organisation von Objekten, die gegenseitige Wechselwirkung unterliegen.

Menschliche Netzwerke und deren Interaktion in ihnen sind selbstverständlich freiwillig und beinhalteten nur selten hierarchische Strukturen. Folgende Punkte kennzeichnen ein Netzwerk

  • Im Netzwerk ist ein andauernder Fluss an Informationen vorhanden
  • Im Netzwerk gibt es ein ständiges Geben und Nehmen
  • Ein Netzwerk muss gepflegt werden

Um sein eigenes Netzwerk bestmöglich zu nutzen, müssen Netzwerker ständig an ihrem Netzwerk arbeiten. Dies tun Sie am besten, wenn Sie sich neue Netzwerke suchen und sich in diese integrieren, um das schon vorhandene zu erweitern. Wenn Sie neue Menschen kennenlernen, sollten Sie sie in ihr Netzwerk integrieren. Vergessen Sie nie das Geben und Nehmen im Einklang sein sollte, deshalb ist es auch wichtig Kontakte für andere Netzwerkteilnehmer zu knüpfen und anderen Teilnehmern Türen zu öffnen.

Ein Netzwerk basiert auf Vertrauen und einem fairen Umgang miteinander, um Erfolg mit seinem Netzwerk zu haben. Wenn man es vernachlässigt, fügt man ihm Schaden zu.

Folgendes sollten Sie für ein gutes Networking vermeiden

  • Möglichst viele oberflächliche Bekanntschaften zu machen, führt meist zu nichts und verschwendet nur Ihre Zeit.
  • Nur das sammeln von Visitenkarten, ohne sich kennen zu lernen.
  • Ständig im Mittelpunkt des Netzwerkes zu stehen macht Sie unsympatisch
  • Nur Kontakte zu suchen, von denen man selbst Vorteile hat

Warum ist ein Netzwerk so wichtig?

Kein Mensch auf der Welt kann alles Wissen und deshalb ist es in manchen Situationen wichtig Nachzufragen. Und das macht man am besten in einem Netzwerk, in dem man bekannt ist und Ansprechpartner kennt. Das passende Netzwerk liefert oft schnell eine aufbereitete Antwort und erspart einem langes Suchen und Nachschlagen. Somit hilft Networking dem eigenen Zeitmanagement und dem eines jeden Entrepreneurs.

Wenn jeder Netzwerkpartner nach dem Prinzip Geben und Nehmen lebt, ist im Netzwerk jeder ein Gewinner. So kann eine Gemeinschaft hervorgehen, aus denen völlig neue Ideen entstehen. Dies kann den eigenen Horizont unglaublich erweitern. Auch Empfehlungen für neue Kunden sind keine Seltenheit eines funktionierenden Netzwerkes.

Netzwerktypen

Es gibt unterschiedliche Netzwerke. Einige sind öffentlich und warten nur darauf Sie aufzunehmen, während andere Netzwerke mit privatem Touch selbst erarbeitet werden müssen.

  • Institutionelle Netzwerke
    Firma, Vereine, Verbände, Organisationen
    Diese haben den Vorteil, dass man als Mitglied einen bestimmten Nutzen oder Service erwarten kann. Sie sind aber häufig sehr träge, inflexibel und z.T. unpersönlich
  • Fachliche Netzwerke
    Berufsverbände
    Diese dienen der Wissenserweiterung und bieten ihren Mitgliedern häufig Dienstleistungen an. Sie verfügen i.A. über aufbereitetes Informationsmaterial.
  • Informelle Netzwerke
    Diese Netzwerke entsprechen persönlichen und freundschaftlichen Kontakten, die von gegenseitigen Hilfestellungen leben. Für längerfristige Karrierestrategien sind diese äußerst wichtig und leben nahezu ausschließlich vom persönlichen Engagement.

Um die Spannung auf unsere folgenden Artikel zu steigern gibt es die weiteren Informationen über ein erfolgreiches Networking, wie der Aufbau eines Netwerkes, die Organisation und die Kommunikation in den nächsten Tagen.

Also denkt daran unseren RSS Feed zu abonomieren, wenn ihr das noch nicht getan hab! in diesem Sinne…

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5 Antworten zu “Anabolika für Start Ups – Teil 1

  1. Sascha S. Pfordte 05/01/2011 um 11:06

    Schöner Einstieg in ein interessantes Thema, insofern ein guter Post. Zum Thema Demokratie würde ich zwar gerne noch etwas sagen, lasse es aber sein, da es zu weit vom Thema des Blogs wegführen würde. Prinzipiell stimme ich zumindest mit der Vereinfachung, wie du sie in deiner Einleitung schilderst, jedoch nicht überein. Für Interessierte kann ich an diesem Punkt jedoch das Buch „Was jetzt zu tun ist – Deutschland 2.0“ (Clement/Merz, 2010, Herder-Verlag) empfehlen.

    Den Punkt „Nicht selten sind es mehr die Beziehungen als die persönlichen Fähigkeiten, die einen im Beruf weiterbringen.“ würde ich auf Grund seiner Relevanz für das Thema Startups aufgreifen.

    Ich höre diesen Satz in dieser oder ähnlicher Form sehr oft und denke, dass es ein Apfel-Birnen-Vergleich ist. So gehört das Netzwerken, als „erfolgreiche Bewegen in unterschiedlichen sozialen Umgebungen“ doch meines Erachtens ebenso zu den Fähigkeiten, wie Lesen & Schreiben oder ähnliches und ist auch deshalb so enorm karrierefördernd.

    Ich würde eher eine Unterteilung in fachliche und soziale Kompetenz vorschlagen, sähe dann aber wiederum keinen Grund für die Hierarchisierung, auch wenn man bei sozialen Kompetenzen landläufig gerne von Sekundärtugenden spricht – mir persönlich schleierhaft.
    Im Ergebnis stört mich einfach dieser allgemein unkritisch negative Passus zu den Thema.

  2. Warrior_Rashid 05/01/2011 um 13:26

    Hey Alex,

    klasse Idee, über das moderne Netzwerken zu berichten, denn der Aspekt wird heutzutage immer wichtiger. Ich denke, jeder von uns hat schon mal den Satz „Wie klein ist doch die Welt“ benutzt oder gehört. Und gerade wenn man sich dann näher kennenlernt und feststellt, dass man über andere Ecken sogar gemeinsame Freunde oder Geschäftspartner hat. Interessant ist dabei doch, dass soziale Netzwerke in diesem Zusammenhang das moderne ,Anabolika‘ darstellen. Kaum hat man sich auf Xing und Co. verlinkt, werden die gemeinsamen Freunde angezeigt. Und diese Funktion kann das gegenseitige Interesse erwecken, Vertrauen aufbauen oder dient dazu, sich in seinem Netzwerk über den neuen Freund zu erkundigen.

    Besonders für etwas schüchternere Personen können Online-Netzwerke den Schlüsselfaktor zum Erfolg bilden. Schlimm finde ich nur Netzwerkler, die auf ziemlich penetrante Art und Weise versuchen, mit jedem in Kontakt zu treten. Es gilt somit als Prämisse, den gesunden Mittelweg zu finden.

    Jedoch muss ich noch anmerken, dass es aus meiner Sicht verschiedene Faktoren gibt, die einem einen neuen Job zum Beispiel verschaffen können. Vor dem Nutzen von Netzwerken steht somit für mich die Professionalität. Wer weiß, dass ich professionell arbeite, wird mich auch weiter empfehlen.

    Ich bin schon auf den zweiten Part gespannt Alex, also gib Gas 🙂

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