Kostenrevolution durch Social Media Marketing

Das Marketing im Rahmen sozialer Medien ist ein wachsender Markt. Dort entstehen jedoch nicht nur täglich neue Arbeitsplätze. Social Media Marketing bietet Unternehmen die Möglichkeit den Kostenfaktor Marketing enorm zu verringern. Das eröffnet viele Optionen durch die zusätzlichen freien Ressourcen, die nun  für andere Bereiche eingesetzt werden können und verringert die Eintrittsbarrieren für neue Unternehmen. Von Sascha S. Pfordte

Social Media Marketing spart Kosten

Trotz der steigenden Bedeutung von Social Media Marketing nimmt dieser Posten in den Werbebudgets der Unternehmen einen relatuv geringen und nur langsam wachsenden Platz ein („Social Media schlägt sich kaum in Werbebudgets nieder„, Holger Schmidt, FAZ-Online, 06.12.2010). Das kann daran liegen, dass die Unternehmen immer noch nicht alle die Wichtigkeit dieses neuen Kommunikationskanals erkannt haben. Meiner Meinung nach ist die Ursache hierfür jedoch, dass Social Media Marketing strukturell wenig Kosten verursacht.

Während bei klassiche Kommunikationskanälen, wie TV- oder Printwerbung, neben dem Koordinationsaufwand auch hohe Kosten in der Produktion der Werbemittel und die Nutzungsrechte der Werbefläche miteinhergehen ist Social Media Marketing hier wesentlich Kosteneffizienter.

Lediglich bezahlte Werbung, sogenannte „paid Media“ werden nämlich bei der Statistikerhebung berücksichtigt. Einen Großteil des Social Media Marketings macht jedoch die Kommunikation über „ownd Media“, wie Facebook-Fanseiten, und „earned Media“, wie zum Beispiel Blogs und Foren aus. Diese Kanäle sind hierbei in der Regel (annäherend) kostenlos.

Leichterer Eintritt für Neulinge

Wer nun Lust und Laune hat, kann auch als kleines oder als neues Unternehmen am Markt recht leicht mit der Kommunikation über Social media Kanäle beginnen. Denn durch die geringen Kosten ist die Kostenstelle Marketing als allgemeine Eintrittsbarriere für Startups jeder Branche zwar n icht weggefallen, doch aber ein großes Stück kleiner geworden.

Sinkende Preise

Ein weiterer Punkt den es zu erwähnen gilt, ist die mögliche Auswirkung auf die Produktpreise. Können nämlich eklatante Kosteneinsparungen im Marketingbereich erzielt werden, werden die Unternehmen diese Einsparungen über kurz oder lang in Form niedrigerer Preise an die Kunden weitergeben.

Qualitative Kommunikation für bessere Produkte

Neben der Kosteneffizienz bietet die Kommuniktion über soziale Medien, wie Blogs, twitter, Facebook, Flickr, You Tube und anderen Kanälen eine ganz neue Qualität. Durch die Unmittelbarkeit der Informationen und der Umgestaltung der Kommunikation vom Monolog zum Dialog mit der Öffentlichkeit und den Kunden, ist die Resonanz in Form von Kontaktchancen für die Unternehmen wesentlich stärker, als über die klassichen Kanäle.

Um dies zu überprüfen, kann man sich doch einfach einmal selber fragen, ob die Empfehlung einer Seite, eines Videos oder Berichtes von einem Freund auf einer sozialen Plattform oder die letzte TV-Werbung einem mehr in Erinnerung ist und einen mehr beim Kauf eines Produktes beeinflusst hat.

Zusätzlich versuchen auch immer mehr Unternehmen ihre Kunden über die Einbindung via Social Media Kanälen partiell aktiv in die Produktentwicklung miteinzubinden.

Neuer Arbeitsmarkt

Für diese neue Art der Kommunikation bedarf es neben den klassischen Marketinginstrumenten natürlich auch neue Methoden und Menschen, die dieses Gebiet für Unternehmen erschließen. Welche Möglichkeiten sich in diesem Markt an neuen Arbeitsmöglichkeiten bieten, lässt sich momentan noch nicht abschließend sagen. Über die Planung von Social Media Marketing-Strategien, das Monitoring von Markenimages und die Entwicklung von Werbekampagnen im Netz ist alles möglich.

Eines dieser Unternehmen, die von diesem neuen Markt profitieren ist ein Unternehmen aus dem Umfeld unserer Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, das in dem Artikel „Web 2.0 Monitoring, ein wachsender Markt“ (The Shaman, Berlin Internet Startups, 06.01.2011) von The Shaman näher vorgestellt wird.

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9 Antworten zu “Kostenrevolution durch Social Media Marketing

  1. Warrior_Rashid 10/01/2011 um 00:18

    Hallo Sascha,

    für diesen Artikel hast du von mir ein „Like“ bekommen, denn das Thema wird für moderne Unternehmen immer interessanter und wie du richtig feststellst, wird es auch immer wichtiger, seine Kunden in den Prozess der Produktentwicklung mit einzubeziehen.
    Über Jahrzehnte lang präsentierten Firmen ja ihr öffentliches Gesicht in Form von teuren TV-Spots um Slogans und Markennamen bekannt zu machen. Yahoo ist da ja das Vorzeigeunternehmen, dass Millionen von Euros für Fernsehwerbungen ausgegeben hat. Der doofe „Do you Yahooo?“ Schrei blieb zwar im Kopf, aber letztendlich nutzen die Kunden Google.

    Zu dem Thema fällt mir natürlich sofort Google Food ein, wo Kunden in einer Fallstudie analysiert haben, wie ein Google Restaurant aussehen würde. Kunden können zum Beispiel nach dem Essen ihr Menü bewerten, der nachfolgende Gast kann diese Bewertungen dann auf der Speisekarte sehen und die passende Weinempfehlung gibt es oben drauf. Natürlich nicht vom Kellner, der den teuren Wein empfiehlt, sondern ebenfalls auf der Karte von vorherigen Kunden.

    Das geht dann soweit, dass die Kunden sogar die Rezepte über einen Online-Blog mit bestimmen können und zu einer Priese mehr Salz raten können 😀

    Es wäre domit hervorragend, wenn das öffentliche Gesicht eines Unternehmens auch dem seiner Öffentlichkeit entspreche. Zufriedene Kunden, die bereit sind, ihre Zufriedenheit zum Ausdruck zu bringen und Produkte Freunden weiterempfehlen. Der Kunde fungiert dann automatisch als Werbeagentur für das Unternehmen, genau wie bei Youtube 🙂

    Als weiteres kostenloses Marketing-Tool gelten auch Links. Links sind wie Referenzen, quasi wie Vitamin-B im realen Leben, doch die Bedeutung und Auswirkung wird grundlegend unterschätzt.
    Ich habe zum Beispiel von dem Tod von Michael Jackson über Facebook gehört, da die Nachrichten zu langsam waren.

    Wie dem auch sei, denke ich, dass Pipelines, Produkte oder geistiges Eigentum nicht länger der Schlüssel zum Erfolg sind. Offenheit und die Einbindung von Menschen schon.

    So long.

    Warrior Rashid

  2. The Shaman 10/01/2011 um 17:41

    Zu dem Google Restaurante fällt mir noch eine Entwicklung ein die glaube ich in England schon auf positives Feedback stößt. Ein Touchscreen Table für die Kunden. so werden Drinks geordert oder abgerechnet, da der Tisch auch die Getränke erkennt die auf dem Tisch stehen……..

  3. Warrior_Rashid 10/01/2011 um 18:14

    …wie cool, und wir bestellen hier immer noch direkt bei Kellern oder bedienen uns sogar selbst in Läden wie Vapiano 😦

  4. Sascha S. Pfordte 10/01/2011 um 21:27

    Eure Kommentare zeigen sehr gut eine andere Entwicklung. Man kann zunehmend beobachten, wie die Grenzen zwischen „online“ unf „offline“ zunehmend verschwimmen. Onlihenetzwerke werden zukünftig immer mehr in den Offline-Alltag integriert werden.

  5. Warrior_Rashid 10/01/2011 um 21:40

    Hey Sascha,

    weshalb eine „andere Entwicklung“?
    Das Google Restaurant Beispiel zeigt doch, dass die Blogger die Rezepte online mitbestimmen können und offline werden diese dann von dem Google Chefkoch umgestzt. Anschließend bewerten die Kunden das Restaurant noch. Ich finde, mann kann hier ziemlich gut die ineinander verlaufenden Grenzen von Off-und Online erkennen.

    Wenn ich falsch liege, so belehre mich doch bitte eines Besseren.

    Danke und Gruß

    Warrior Rashid

  6. Sascha S. Pfordte 11/01/2011 um 10:57

    Ich bitte um Entschuldigung. Mit „andere“ war hier gemeint „weitere“. Ich stimme euch vollends zu. Frieden! 🙂

  7. warriorneo 12/01/2011 um 16:48

    Und wieder ein schöner Artikel! Er ist höchst aktuell, so gut wie jeder nutzt Social Media und erfährt auch so, wie von Warrior_Rashid genannt , viel schneller von Ereignissen aus der Welt. Und die Empfehlungen von Freunden sind sehr viel mehr Wert als die kommunizierte Werbung eines Unternehmens.

    Zum Arbeitsmarkt: Es wird garantiert von Unternehmen von Bedeutung sein, Leute für Blogs und dergleichen einzustellen. Das sieht man z.B. an dem Angebot eines Unternehmers an Warrior_Rashid für ihn seinen Blog zu erstellen, zu schreiben & zu leiten.

    Anmerkung zu den sinkenden Preisen: Ich kann mich an sich zwar ganz gut mit deinem Gedanken anfreunden, dass bei sinkenden Marketingkosten auch die Preise der Produkte sinken. Dennoch, glaube ich, dass die Unternehmen die ersparten Marketingkosten woanders ausgeben/die Gewinne höher spannen, sodass der Preis fast der gleiche bleiben dürfte.
    Der Preis bildet sich ja nicht nur durch die Preiskalkulation (Kostenpreis+Gewinnzuschlag), sondern auch durch den am Markt gebildeten Preis (Konkurrenzfähigkeit des Produktes). Hier wird sich, wenn wir von einer Branche ausgehen (+gleiche Preissparte), der Preis nicht großartig verändern. Damit der Gewinn möglichst hoch bleibt, da die Kunden an diesen Preis gewöhnt sind.

    Das ist erstmal meine Meinung, lasse mich sehr gerne eines besseren belehren 😀
    PS: Wenn jedoch, der erste Wettbewerber runtergeht, kann es sein, dass alle anderen mitziehen müssen …, das würde mir noch dazu einfallen

  8. Pingback: Social Media boom durch neue McKinsey-Studie? « Berlin Internet-Startups

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