Unterwegs sein lohnt sich wieder!

Einführung

Friendticker ist eine Kombination aus einem sozialem Netzwerk, einem Geolocation-Dienst und einer Echtzeitsuche. Man kann mit Hilfe seines Smartphones über die Anwendungen von Friendticker seinen Freunden mitteilen, wo man sich zur Zeit aufhält. Dies wird Check- In genannt. Hat man nun in einer Bar, Restaurant, Club usw. eingecheckt, werden einem Punkte gutgeschrieben. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Betreiber der „Location“ auch den Service von Friendticker anbietet. Sobald genug Punkte erreicht wurden oder man oft genug in einer Location eingecheckt hat, bekommt man online/offline Vergünstigungen oder Geschenke.

Wettbewerb

Und mal wieder kommen die großen Konkurrenten, namens foursquare und Gowalla, aus den USA.
Dazu gibt es natürlich auch mittlerweile inländische Konkurrenz, wie zum Beispiel dailyplaces&aka-aki
Da der Markt seit letztem Jahr boomt, werden bestimmt noch weitere Unternehmen folgen, die sich dem Location Based Service (LBS) widmen.

Ich differenziere zwischen Anwendernutzen & Kundennutzen. Kunden sind die Unternehmen, die den Service von Friendticker in Anspruch nehmen.
Anwender sind Menschen, die Friendticker nutzen, um sich unter anderem die ITEMS zu ergattern.

Kundennutzen: Friendticker versteht sich als mobile Marketingplattform, die Marken dabei hilft, bekannt zu werden und Anwender durch die Check-Ins an ein Produkt oder Ort zu binden. Durch die Verbindung von Kommunikation mit spannenden Spielmechanismen und realen Mehrwerten wird Unternehmen ein effizienter Marketingkanal zur Verfügung gestellt.

Anwendernutzen: Der Nutzen, der durch die Check- Ins entsteht, ist ungemein groß, besonders wenn man sowieso die Gaststätte oder dergleichen besuchen wollte. Mit nur wenig Aufwand, bekommt man ohne jegliche Kosten einen Mehrwert.

USP

Hier punktet Friendticker, im Gegensatz zur Konkurrenz, vor allem mit den offline Geschenken. Zum Beispiel den kostenlosen Kaffee beim 10. Besuch. Die Konkurrenz aus dem Ausland (foursquare&Gowalla) hat es schwer Kooperationen mit den hier ansässigen Locations einzugehen. Jedoch ist das bei deutschen Unternehmen nicht der Fall, somit für sie leicht kopierbar. Es geht also darum schnell Gaststätten und co. an sich zu binden, so ist der empfundene und tatsächliche Mehrwert für die Andwender größer.

Gedanken meinerseits dazu: Um schnell die Locations an sich zu binden, ist es möglicherweise nötig die Preise für die Inanspruchnahme vom Service Friedtickers zu reduzieren. Das könnte zur Folge haben, dass der Ertrag für Friendticker nicht ausreicht um ausreichend Gewinne einzufahren. Es könnte zu einer gewissen Zwickmühle führen.

Desweiteren ist es Friendticker als erstes Location Based Services in Deutschland gelungen eine Kooperation mit Facebook einzugehen. Nutzer können ihre friendticker-Check-Ins nun parallel bei Facebook Places publizieren. Außerdem werden Check-Ins über Facebook Places auch bei friendticker übernommen und auf das friendticker-Punktekonto angerechnet.
Zudem ist friendticker unter anderem auch eine Kooperation mit DailyDeal eingegangen!

Ertragsmodell

Die Monetarisierung von Friendticker erfolgt über Marketingmaßnahmen, die Friendticker für Unternehmen und Werbetreibende über seine mobile Anwendung anbietet.

Weitere Interessante Links & Videos:

Gründerszene Interview mit Friendticker CEO Florian Resatsch

„Als Start-Up kann man nicht missionieren“

http://blog.friendticker.com/de/

Gründer: Ausführliche Beschreibung liegt bei Florian Resatsch vor, jedoch bei den beiden anderen Gründern Martin Pischke, Uwe Sandner trifft das nicht zu.

Kritik

Als ich einem meiner Freunde von Friendticker erzählt habe, hat er folgendes gesagt: „das hört sich ja alles ganz schön an, aber ich will nicht, dass jeder weiß, wo ich mich aufhalte. Das kommt irgendwie einer Überwachung gleich.“
Ich selbst, seh es nicht so eng. Doch stimmt es, dass mittlerweile fast die halbe Welt, dank zum Beispiel Facebook, weiß welcher Aktivität ich nachgehe & wo ich mich gerade aufhalte.

Anmerkungen meinerseits:

Zwar haben Unternehmen aus Deutschland auf unserem Markt bessere Chancen als Ausländische, jedoch haben z.B. die beiden anderen großen Player aus den USA mehr Kapital zur Verfügung zu stehen, sodass sie die weniger Kapitalstarken deutschen verdrängen oder aufkaufen könnten.
Die inländische Konkurrenz sieht in den Medien eher alt aus. Auf meiner Recherche für Friendticker hab ich selten etwas über die deutsche Konkurrenz lesen können. Daraus schließe ich, dass sie finanziell nicht so stark, wie friendticker, aufgestellt sind. Das Unternehmen namens Tagcrumbs hat es nicht geschafft Gewinne einzufahren und musste die Firma auf Eis legen. (http://www.gruenderszene.de/news/grunderszene-weekly-groupon-ubernimmt-citydeal-aus-fur-tagcrumbs-hanse-ventures-finanzierungsrunden-bei-spickmich-deal-united-und-panfu)
Wie so manche Experten, glaub auch ich, dass dieser Markt boomen wird, bzw. gerade am boomen ist. Ich merke selbst, z.B. bei Freunden die immer öfter Facebook Places nutzen.

Was meint ihr dazu?
Quellen:

http://blog.friendticker.com/de/

http://www.gruenderszene.de/interviews/florian-resatsch-friendticker-location-based-services-facebook-places

http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1361025/Neue-Internet-Dienste-orten-Ihren-Standort.html

http://netzwertig.com/2010/04/07/friendticker-welche-chancen-hat-der-deutsche-foursquare-klon/

http://www.gruenderszene.de/datenbank/unternehmen/friendticker

http://netzwertig.com/2010/04/07/friendticker-welche-chancen-hat-der-deutsche-foursquare-klon/

http://www.3sat.de/page/?source=/neues/sendungen/magazin/144532/index.html

http://netzwertig.com/2010/06/15/friendticker-belohnungen-als-erfolgsrezept/

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5 Antworten zu “Unterwegs sein lohnt sich wieder!

  1. Sascha S. Pfordte 20/01/2011 um 11:11

    Hi neo,

    inhaltlich sehr aufschlussreicher Artikel. Ich muss gestehen, dass „friendticker“ bisher an mit vorbeigegangen ist.
    Zum Thema Datenschutz und der Kritik von deinem Freund: Ich denke, er hat wie viele andere noch nicht ganz begriffen wie diese sozialen Dienste im Gesamten anzuwenden sind. Die Netzwerke und Zusatzdienste können doch sowohl sehr gut rein privat genutzt werden oder andersherum gut als „Self-Marketing“-Werkzeug dienen.

    Das Ertragsmodell habe ich nach deinen Ausführungen noch nicht ganz verstanden.
    Zahlen die Unternehmen eine Grundgebühr pro Zeitraum oder einen Betrag pro eingecheckten Anwender? Oder ganz anders?

    Letztlich glaube aber auch ich, dass diese Vernetzung zwischen Online- & Offlinenetzwerken zunehmen wird. Persönlich finde ich, dass dort – in Form von möglicher zu sparender Zeit – auch viel Transaktionskosteneinsparungspotential für die Anwender liegt. Wie sagt man: Zeit ist Geld!

  2. resatsch 20/01/2011 um 12:48

    Hi, danke für den Artikel. Trifft alles ganz gut 🙂
    Man kann zum Privacy Thema sagen: jeder Check-in kann auch „hidden“ erfolgen, so dass man nur Punkte sammelt, aber niemand sagt wo man war. Das machen aber die wenigsten……
    Grüße
    Florian

  3. The Shaman 20/01/2011 um 19:07

    Ich finde diesen Markt total spannend. Mich interessiert auch, wann es die erste Business Version gibt, die den Usern die gleichen Möglichkeiten anbietet, jedoch einen Nutzen in Sachen Business-Networking erzielt. Neeeeein……. jetzt habe ich meine Idee verraten 🙂

  4. warriorneo 24/01/2011 um 19:35

    Danke erstmal für all eure Kommentare! Bin sehr erfreut, dass Florian Resatsch von Friendticker noch am selben Tag meinen Artikel kommentiert hat 😀

    @ Sascha: http://www.youtube.com/watch?v=fPSABHSX9ys&feature=player_embedded#!
    ab 2:58 wird deine Frage bei dem Interview hoffentlich zufrieden stellend beantwortet.

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