Großer Service, exklusives Shoppingerlebnis und coole Klamotten zum fairen Preis

Die kreative Szene in Berlin nimmt immer weiter zu. Eine stark wachsende Branche in Berlin ist vor allem die Modebranche. Modedesigner sprießen wie Pilze aus dem Boden weshalb umso wichtiger ist, sich als Modeschöpfer gut zu verkaufen. Welche Marketing Instrumente, die Berliner Modeunternehmen heute anwenden um die Schnäppchenjäger zum kaufen anzuregen, verrät uns heute Rashid Baydon, Nachwuchs Designer aus Berlin.

Khaled: Hallo Rashid, was kannst du uns generell über dich und dein Unternehmen erzählen?
Rashid: Hallo Khaled, danke erst mal für die Einladung zum Interview. Alles fing an als ich noch jung war ;-).
Neben meinem Abitur habe ich im textilen Groß- und Einzelhandel gearbeitet und bin dann mit 20 Jahren auf die Idee gekommen mich selbständig zu machen und mein eigenes Modelabel auf den Markt zu bringen.
Die ersten drei Jahre am Markt waren relativ schwer. Heute besitze ich zwei Modelabels. David Seven 7, mit dem sich eher jugendliche identifizieren können und SARAH/BAYDON berlin, Klamotten, die den urbanen „Streetstyle“ widerspiegeln.

K: Designst du und schneiderst du alles alleine?
R: Nein, nicht habe ein Team von 4 Leuten mit denen ich zusammen die Kollektion entwerfen und Schnittmuster erstelle. Anschließend lasse ich die Textilien im Ausland produzieren.

K: Wo und warum im Ausland ?
R: Die letzten Kollektionen für David Seven 7 ließ ich unter anderem in der Türkei, Thailand, Pakistan und China produzieren. SARAH/BAYDON berlin wird in Japan hergestellt. Warum? Aus Kostengründen natürlich.

K: Wo kann man deine Sachen kaufen?
R: Nachdem ich meinen Onlineshop verkauft habe, gehen die meisten Artikel nur noch an den Einzelhandel raus, dafür aber europaweit. Die Kollektion von SARAH/BAYDON berlin wird in der Onlinewelt vorerst nicht zu ergattern sein.

K: Und warum? Wie  vermarktest du deine Kollektion dann?
R: Bei der Kollektion handelt es sich um exklusive Produkte, für die wir extra Fashion Partys geben, bei denen unsere Kunden die Kollektionsteile erwerben können.

K: Jetzt wird es interessant! Ist das dein persönlich entwickeltes Marketing-Tool? Von so etwas habe ich noch nie gehört!
R: Ja so könnte man es nennen. Wir mieten alle 3 bis 4 Monate coole Locations meist in Berlin-Mitte oder Berlin-Kreuzberg für drei bis vier Werktage an und gestalten diese zu einem temporären Showroom um. Im Vorfeld betreiben wir für unseren Event Werbung auf anderen Modeveranstaltungen, Partys und Fashion Shows. Freunde bringen Freunde mit und das Konzept beruht auf Mundpropaganda.

K: Wie bist du denn auf dieses Vertriebskonzept gekommen?
R:
Durch die Tupperwaren-Partys. Das Konzept haben wir einfach auf die Modebranche umgewandelt, mit dem Unterschied, dass die Fashion Partys nicht bei den Kunden zu Hause vollzogen werden. Außerdem erhalten die Kunden keine Provision, wenn sie Freunde mit zur Veranstaltung bringen. Denn es geht darum, durch die limitierte Kollektion und dem unverwechselbaren Einkaufserlebnis,  dem Kunden den Spaß am Einkaufen wieder nahe zu bringen. Lange Warteschlangen an der Umkleidekabine oder an der Kasse sind somit „passé“. Und Stilberatung von uns und anderen Kunden ist somit inklusive.

K: Wie laufen diese Fashion Partys denn genau ab?
R: Die temporären Showrooms werden ansehnlich dekoriert, portable Umkleidekabinen werden integriert und das Shopping wird durch musikalische Akzente eines DJ´s unterstützt. Wen einmal ein Kleidungsstück nicht in der Farbe oder der Größe vorrätig ist, kann der Kunde sich in unsere Orderliste eintragen und der Artikel wird für den Kunden nachgeordert. In der Regel stellen wir dem Kunden den Artikel dann innerhalb von 14 Werktagen per Post zu. In dieser Zeit wird der Artikel nachproduziert, verschickt, vom Zoll abgefertigt und nach Ankunft von uns persönlich kontrolliert. Großer Service, exklusives Shoppingerlebnis und coole Klamotten zum fairen Preis, finde ich.

K: Wow! Das hört sich echt nach einem innovativen Vertriebskonzept an. Ich glaube ich würde mich freuen wenn du mich zur nächsten Fashionparty einladen würdest. Vielleicht ist auch das eine oder andere Teil für mich dabei.
R:
Gerne.

K: O.K! Vielen Dank Rashid, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Ich wünsche dir für die Zukunft natürlich alles Gute und viel Erfolg.

Es war wirklich sehr interessant zu hören, wie sich die Modebranche entwickelt hat und wie Modedesigner wie du immer wieder nach neuen und kreativen Vertriebskonzepten suchen.

Die Cruise Kollektion 2011 ist zu sehen unter: www.sarahbaydon.de

Quellen:

http://www.sarahbaydon.de/

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5 Antworten zu “Großer Service, exklusives Shoppingerlebnis und coole Klamotten zum fairen Preis

  1. Sascha S. Pfordte 01/02/2011 um 11:36

    Bekomme ich eine Einladung für die nächste Fashion-Party? 😉

  2. Alexander der Große 04/02/2011 um 13:10

    Das war ein schöner Einblick in deine Welt des Vertriebes. Wenn du aber sagst du nimmst Tupperware
    als Vertriebs-Vorbild, müsstest du doch auch externe einstellen, die dann auch wieder
    Verkaufspartys organisieren, eine Art Multi Level Marketing…
    Ist dir das zu riskant? Und glaubst du das dadurch die Exklusivität
    leidet, wenn nicht nur du die Partys organisiert? Den Service den du beschrieben
    hast, müsstet ihr dann übertragen, oder du bzw. Dein Team müsste dann auch vor Ort
    sein…

    Mich persönlich und vielleicht ein paar andere Leser würden gerne Wissen
    wie du dein Risikomanagement gestaltest, bezüglich des Einkaufs und Investition.
    Oder machst du alles intuitiv aus dem Bauch heraus?

    Liebe Grüße

  3. Warrior_Rashid 05/02/2011 um 14:56

    Hey Alex,

    danke für dein Interesse.
    Network Marketing habe ich bereits vor 2 Jahren betrieben. Sogar auch auf der Multi-Level-Ebene.
    Es scheiterte jedoch an dem kontinuierlichen Warenfluss, den ich da noch nicht gewährleisten konnte und meine Freiberufler somit aufgehört haben. Der Verdienst war deshalb nämlich zu gering.
    Label Jeans ist aber in diesem Segment sehr gut aufgestellte.
    Ich kann dir gerne zu deren Veranstaltung mal eine Einladung zu kommen lassen.

    Und wie im Interview angedeutet, verkaufen meine Kunde die Produkte nicht selber auf ihren eigenen Partys und werden auch nicht für Freunde, die sie mit bringen, entlohnt. Meine Fashion Partys empfinden die Kunden als angenehmer. Eben keine Wohnzimmeratmosphäre sondern ein cool gestalteter temporärer Shoowroom mit Shoppingerlebnis.

    Lieben Gruß

    Warrior Rashid

  4. Pingback: www.best-practice-business.de/blog » Warum die Modekollektion von SARAH/BAYDON nicht im Web oder Einzelhandel erhältlich ist

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